Füchse-Manager und Sport1-Experte Bob Hanning trainiert die Berliner A-Jugend. Foto: Füchse Berlin 08.12.11 | Pressemitteilung 33/2011

Bob Hanning: Spiel gegen Handball-Akademie mit Stolpercharakter

Am Samstag empfängt die Handball-Akademie mit der SG Spandau/Füchse Berlin den ungeschlagenen Tabellenführer in der Ost-Staffel der Jugend-Bundesliga (17 Uhr, Sporthalle Brüderstraße Leipzig). Am Spielfeldrand wird dann Bob Hanning stehen, ehemaliger Co-Trainer der Nationalmannschaft unter Heiner Brand, heutiger Manager und Erfolgsvater des Bundesligisten Füchse Berlin und Sport1-Experte bei Handballübertragungen.

Der 43-jährige trainiert die Berliner A-Jugendlichen auf dem Weg in Deutschlands Elite-Klasse und stand im Interview Rede und Antwort.

Herr Hanning, wie schätzen Sie das Kräfteverhältnis für das Spiel am Samstag ein – wird es eher ein Duell auf Augenhöhe oder eine klare Sache für den ungeschlagenen Tabellenführer, die Füchse Berlin?

Erst einmal freue ich mich sehr auf das Spiel, denn ich habe den Werdegang der Leipziger und Delitzscher Spieler in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt. Die Jungs haben sich sehr positiv enwickelt, sodass ich glaube, dass wir vor eine schwere Aufgabe gestellt werden.

Trotzdem muss für uns selbst die Zielsetzung sein, das Spiel klar zu gewinnen. Das hängt aber auch damit zusammen, dass wir im Gegensatz zu der Handball-Akademie vorwiegend Talente des älteren Jahrgangs im Team haben, die in zwei bis drei Jahren in den Bundesligakader der Füchse eingebaut werden sollen. Diese sollten mit Stress und der Favoritenrolle umzugehen wissen und die Punkte nach Hause bringen.

Wir haben großen Respekt vor dem Team der Handball-Akademie. Ich sehe das Duell in Leipzig als eines von nur vier Auswärtsspielen an, wo wir wirklich stolpern könnten - wenn die Akademiker mit der maximalen Konzentration spielen und einen guten Tag erwischen.

Das hohe Niveau der Jugend-Bundesliga bestätigt die Einführung dieser Spielklasse. Die Füchse marschieren in der Ost-Staffel zwar vorneweg, doch viele Teams liegen eng beieinander dahinter. Wer wird Ihrer Meinung nach am Ende das Rennen hinter Berlin machen, unter die ersten vier Teams kommen und sich somit direkt für die nächste Spielzeit in der Nachwuchsliga qualifizieren? Schließlich umgeht man so schwierige Qualifikations-Turniere.

Das Ziel der Pre-Qualifikation haben natürlich viele Teams, es muss aber auch erreichbar sein. Ich sehe daher am Ende schon Flensburg, Kiel, Bad Schwartau, Magdeburg oder auch die Akademie in der Spitzengruppe. Es wird darauf ankommen, das man nicht zu viele Punkte gegen gleichstarke Teams verliert. Gegen die schlechter platzierten Mannschaften sollten die angesprochenen Teams gewinnen, sonst wird es eh eng für sie. Und gegen uns gibt es sozusagen Bonuspunkte, auch wenn es trotzdem ganz normale Punkte sind.

Dann sollten die Akademiker am Wochenende am Besten schon anfangen und sich die symbolischen Bonuspunkte gegen Ihre Jung-Füchse schnappen…

Ich glaube, das werden wir verhindern! [schmunzelt]

Concordia Delitzsch, die SG LVB und der SC DHfK Leipzig bündeln seit zwei Jahren ihre Kräfte in der Handball-Akademie Leipzig/Delitzsch. Ist dies eine langfristige Konkurrenz für das erfolgreiche Berliner Modell oder werden am Ende beide Seiten davon profitieren können?

Die beiden Projekte sind überhaupt keine Konkurrenz zueinander, wir freuen uns stattdessen über die Entwicklung. Wir selbst machen es ja nicht anders, sondern arbeiten mit dem VfL Potsdam zusammen, denen wir beispielsweise Spieler für die Rückrunde gegeben haben. Ich sehe uns da alle gemeinsam an einem Strang und für die Entwicklung eines schlagkräftigen Nachwuchses. Je besser die Arbeit in Leipzig und Delitzsch gemacht wird, umso erfreulicher ist das. Und im Moment habe ich von außen das Gefühl, dass die Verantwortlichen eben gute Arbeit leisten.

Herr Hanning, vielen Dank für das Interview und bis Samstag in der Sporthalle Brüderstraße.

Im Anschluss an das Spiel der Handball-Akademie gegen Berlin treten um 19.30 Uhr Männer-Teams der SG LVB und von TVJahn Duderstadt in der dritten Liga Ost gegeneinander an. Ab 16.30 Uhr können Karten für die LVB-Partie für gewohnt acht Euro für Erwachsene und vier Euro für Ermäßigte erworben werden. Käufer dieser Tickets kommen kostenlos zum A-Jugend-Spiel, ebenso Inhaber von Dauer- und Mitgliederkarten. Der Eintritt nur für das Nachwuchsduell beträgt vier bzw. zwei Euro.


[ Martin Glass (Vorstand Medien) | 08.12.11 12:17 Uhr ]